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Besonderheiten der kindlichen Haut

Direkt nach der Geburt ist die Haut des Kindes mit der
sogenannten „Käseschmiere“ (Vernix caseosa) -
einem weißlichen Belag - bedeckt. Gebildet wird die
Käseschmiere bereits im Verlauf des letzten Drittels der
Schwangerschaft. Die Haut des Ungeborenen wird so schon im
Mutterleib vor schädigenden äußeren
Einflüssen, wie z.B. Bakterien, geschützt. Zum Zeitpunkt
der Geburt besitzt die Haut des Neugeborenen bereits eine nahezu
vollständig ausgebildete Barrierefunktion. Dennoch wird
empfohlen die Käseschmiere nicht unmittelbar nach der Geburt
zu entfernen. Sie bietet dem Säugling in den ersten
Lebenstagen noch einen zusätzlichen Schutz.
Bei Frühgeborenen ist die
Barrierefunktion der Haut stark beeinträchtigt. Nur durch eine
intensiv-medizinische Betreuung (Brutkasten/Inkubator) kann der
Feuchtigkeits- und Wärmeverlust über die Haut
ausgeglichen werden.
Die Haut des Neugeborenen ist
vergleichsweise trocken. Jedoch steigt der Feuchtigkeitsgehalt der
Haut kontinuierlich. Am Ende des ersten Lebensmonats hat die
Babyhaut bereits denselben Feuchtigkeitsgehalt wie die gesunde
Erwachsenenhaut. Durch eine verminderte Talg- und
Schweißdrüsenfunktion neigt die Haut jedoch weiterhin
zur Trockenheit. Zudem ist die kindliche Haut dünner als die
von Erwachsenen und hat eine geringere Fähigkeit zu
pigmentieren.
Da die Pigmentierung
als hauteigener Lichtschutz dient, sollen Säuglinge im ersten
Lebensjahr grundsätzlich keiner direkten Sonnenbestrahlung
ausgesetzt werden. Kleinkinder und Kinder, die sich draußen
aufhalten, sollen durch entsprechende Bekleidung und Kopfbedeckung
sowie durch Sonnenschutzprodukte mit hohem UV-A- und
UV-B-Lichtschutzfaktoren geschützt werden. Zu empfehlen sind
Sonnenschutzprodukte mit sogenannten physikalischen
Lichtschutzfiltern. Diese wirken durch Reflexion des Sonnenlichts
als Sonnenschutz und sind gut verträglich.
Im Verhältnis zum Körpergewicht ist die
Körperoberfläche bei Babys und Kindern deutlich
größer als bei Erwachsenen. Dies führt dazu, dass
Babys einen höheren Feuchtigkeitsverlust haben und schneller
auskühlen.
Auch Arzneistoffe,
die äußerlich aufgetragen werden, gelangen dadurch in
höheren Konzentrationen in den Blutkreislauf. Daher sollten
wirkstoffhaltige Cremes und Salben nicht bedenkenlos auf
großen Hautflächen des Kindes aufgetragen werden. Wenden
Sie Arzneimittel auf der Haut nur nach Anweisung eines Arztes
an.




